Die Tōkaidō (東海道) war für eine lange Zeit die wichtigste Handelsroute zwischen Tokyo (damals noch Edō) und Kyoto. Da man hier hauptsächlich zu Fuß unterwegs war, gab es auf der insgesamt 488 km langen Strecke 53 Stationen.
So konnte man je nach Schwierigkeit des Geländes so alle 4-12 km eine Rast einlegen oder übernachten.
In der Provinz Gifu gibt es in der kleinen Stadt Seki (関市) – damals die 47. Station (Seki-juku, 関宿) der Tōkaidō (東海道) – einen längeren Straßenabschnitt mit vielen sehr gut erhaltenen Rasthäusern, Restaurants und anderen Gebäuden aus der Zeit.
Eines der alten Rasthäuser ist fast im Originalzustand als Museum erhalten geblieben:
Weiter die Straße entlang gibt es viel zu entdecken, wie zum Beispiel einen alten Handwerksmeister, der in seiner Werkstatt hölzerne Gefäße in Handarbeit herstellt.
In einem kleinen Museum waren die Laternen, Gewänder und auch Umzugswagen ausgestellt, die auch heute noch beim jährlichen Fest (Matsuri) genutzt werden.
Gegen Abend sind wir vom Bahnhof Seki (関駅) aus mit dem kleinen Triebwagen zurück in die nächst größere Stadt gefahren, um dort in den Zug nach Kyoto umzusteigen.